Campings sind Zelt-Plätze?

DSC_1678 IVJetzt sind wir wieder unterwegs, die Temperaturen zum Fahren ideal, abends recht kühl, aber die Tage sind schon viel länger als Ende November! Fran, unser Freund, begleitet uns noch ein Stückchen auf unserem Weg aus der Stadt, und nach einem Kaffee nehmen wir von Ihm Abschied.

IMG_0704 IVAuf Wiedersehen!
IMG_0703 IVDie Campings sind eine Erwähnung wert: Viele haben sich völlig auf die grossen Reisemobile eingestellt, die Parzellen sind riesig, und für uns hat es keine kleinen Plätze mehr, und wir bezahlen viel, oft mehr als die Leute in Ihren grossen Wohnmobilen, die 2-3 Monate da stehen.
Und da passiert es uns am ersten Tag: der erste Camping ist noch geschlossen, öffnet erst im Mai! (im Internet habe ich andere Öffnungszeiten gefunden!), also wieder zurück, knapp 4 Kilometer, und endlich müde angekommen, da heisst es: wir sind completo, kein Platz mehr. Waaaas? Anfang März und der Camping voll? Wie ist das dann im Sommer?
Ich nehme all meine Überredungskünste zu Hilfe, erkläre der jungen Frau, die uns zum nächsten schicken will (der ist „nur“ eine Ausfahrt weiter), dass wir mit dem Fahrrad keine Autobahn fahren, ob es keine Schweizer auf dem Camping habe? (die würden wir fragen, ob sie ein Plätzchen haben für uns auf ihrer Parcela). Sie will nichts davon wissen und schlägt uns vor ein Bungalow zu nehmen, das koste „nur“ 50€. Dann muss sie ein Telefongespräch annehmen und wir haben Zeit zu überlegen, was wollen wir? Nach dem Telefon fragt Martin, ob es denn einen Rabatt gäbe für uns, und sie willigt sofort ein, hat es wie erwartet, dass wir fragen würden! Für 40€ bekommen wir das günstigste Häuschen, im Preis inbegriffen ist auch der Fitnessraum, der gedeckte Pool und ein kleiner Spa, AHA! Gut, wenn wir schon bezahlen für all diese Dienstleistungen, werden wir sie auch nutzen. Nachdem wir unsere Sachen alle ins Haus verräumt haben, suchen wir unser Badezeug hervor, und besuchen den Spa. Ein schön warmes Wasserbecken, mit Knöpfen, die ein Sprudeln in Gang setzen, von unten und der Seite, es ist ein Spass, da drin zu sitzen! Wer hätte das gedacht, dass wir uns noch so verwöhnen können!
Auf dem Spaziergang durch den Camping treffen wir auf ein Berner – Wohnmobil, und während wir da stehen und schauen, kommt die Frau und wir plaudern kurz mit ihr. Sie findet diesen Camping ideal, weil man hier eben noch ein Programm geboten bekommt, Fitness, Fahrradtouren und sogar einmal die Woche Yoga! Und klar hätten wir neben Ihnen noch Platz gehabt. So, wir haben wieder etwas gelernt, das nächste Mal wird Martin über den Camping gehen und schauen, ob er ins Gespräch kommt mit jemandem, der uns auf ihrem Platz aufstellen lässt!
Abends sitzen wir dann im Häuschen, kochen unser Abendessen auf dem Kochherd und geniessen die Heizung und die 4 Wände, die Temperatur sinkt diese Nacht auf nur noch 6 Grad. Da haben wir ja Glück gehabt!
Beim nächsten Camping steht eine junge Frau an der Reception, die in Basel aufgewachsen ist, nun aber wieder in ihrer Heimat lebt. Wir bekommen einen Platz, alles freundlich erklärt, auch hier hat es Spa und Programm und sogar einen Raum, den man abends benützen darf, und das Restaurant ist auch offen.
Tags darauf übernachten wir auf einem Naturista-Camping, (FKK) Schon als wir ankommen, sehen wir einen Mann nur mit T-Shirt bekleidet auf sein Motorrad sitzen und durch das Gelände fahren. Wir dürfen uns einen Platz selber aussuchen, es hat viele freie Plätze.
IMG_0708 IVDer Wind begleitet uns jetzt immer, abends wird er oft stärker und kühlt uns unangenehm ab, wenn´s dann dunkel wird, hört er auf. Während wir in Daunenjacken und langen Unterhosen unter den Hosen dasitzen und die letzten Sonnenstrahlen geniessen, spazieren die Leute nackt über den Platz, gehen mit ihren Hunden spazieren oder den Müll entsorgen. Aber die können den ganzen Tag hinter Ihren aufgespannten Windschutzplachen sitzen, während wir unsere Haare wehen lassen.
DSC_1728 IVAber auch wir haben nun endlich eine Lösung gefunden, wir setzen uns beide auf unseren Stühlen in das Zelt, über die Taschen stellen wir den Tisch und können so im Zelt sein, windgeschützt! Da bereiten wir unser Essen vor, schneiden das Gemüse, und wenn alles bereit ist, wirft Martin draussen den Benzin-Kocher an. Der Wind hat dann schon recht nachgelassen, und meistens haben wir Licht von einer Laterne des Campings. So kochen wir draussen, das ist auszuhalten, und essen dann wieder gemütlich drinnen. Das neue Lämpchen, das wir in Decathlon gefunden haben, ist wunderbar, man kann es mit einem USB-Stecker aufladen, und für den Notfall hat es eine Kurbel, mit der man es auch laden kann! Das Licht ist angenehm und blendet nicht! (Decathlon ist der Sportladen in Spanien, am ehesten vergleichbar mit Ochsner-Sport in der Schweiz, nur viel grösser und viel günstiger!)

DSC_1682 IVUnser Weg geht der Küste entlang, überbaut, Strassen und Häuser, mal ein kleines Stück richtige Stadt, mit Hafen und Paseo Maritim, wo Menschen flanieren und in den Cafés sitzen, dann wieder Feriensiedlungen, die meist ziemlich leer sind. Lange führt die Strasse innerhalb einer Ansammlung von Dünen, wo die Kiefern stehen, verbogen von Wind und Wetter, hier haben die Leute früh genug angefangen, die Natur zu schützen.
Dann kommt das Mar Menor, fast ein Binnenmeer mit einem kleinen Streifen Land, wo der Hafen und einige Salinen stehen, aber es hat auch ein grosses Naturschutzgebiet,wo es Flamingos hat. Der Weg führt mitten durch das Naturschutzgebiet, Schilf und Wasser, Möwen und andere schöne Vögel, und eben auch die Flamingos, die aber noch nicht ganz so rosa sind wie wir vom Tierpark Dählhölzli in Bern gewöhnt sind.DSC_1687 IV

2 Comments on “Campings sind Zelt-Plätze?

  1. und….. schön, dass euch Mayra besuchen kommt. Sie wird sich sicher freuen, ihre Eltern zu treffen. Seid ihr dann fix an einem Ort? Mayra nimmt ja sicher nicht ihr Fahrrad mit, denk ich? Also auch ein wenig Ferien von den Ferien für euch?

  2. ich sehe, ihr lernt eine Menge auf eurer Reise! Da bleibt einem nichts anderes übrig, als jung zu bleiben, oder? Mit euren spannenden Bildern kann man/frau sich den Kino sparen. Sehr schön! Ich freue mich auf mehr und melde mich bald!

    Ah ja und ganz bald gehen Samanta, Sebi und Fria nach Norwegen! Sie fahren mit einem Bus während 1 Monat hinauf und bleiben dann 3 Monate dort. Am 20. Juni fliegen Jens und ich hin, bleiben eine Woche bei Ihnen und mieten uns für die verbleibende Woche ein Auto und erkunden die wunderschöne Natur und werden sicher draussen schlafen und auch wandern. Wir freuen uns sehr!

    So jetz hani auso richtig viel gschriebe und der Sunntig Abe hani mit euch zäme in Spanie verbracht. Merci vielmal und ä liebi Umarmig. Marianne

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