Hilfe beim Pneu flicken

Heute werden wir uns mit Manuel treffen, ein Warmshower-Mitglied, der uns angeboten hat, unsere Fahrräder in seiner Garage unterzubringen, während wir in Granada sind. Treffpunkt bei der Jugendherberge, wo wir auch übernachten möchten, dann können wir gut umpacken und dann gleich die Velos in die Garage stellen.
Guten Mutes fahren wir los, die Strecke auch heute nur etwa 30km, etwas am Strand entlang, wo wir noch nicht wissen, wieviel Sand wir da antreffen werden. Das erste Stück geht’s noch auf einer Strasse, ziemlich Verkehr, viele Velofahrer, Ah ja, es ist wieder einmal Samstag, dann sind die Spanier auch mit Ihren Fahrrädern unterwegs!
Wir werden überholt von einer Gruppe solcher „Gümmeler“, die immer einen guten Zuspruch an uns richten, und ihre Freude an unserem Tun zeigen. Und etwa 5 Minuten später sehen wir 2 von Ihnen am Strassenrand stehen mit einem Rad-Schlauch in den Händen. Martin hält an und fragt, ob sie Hilfe brauchen könnten, (er hat ja alles zum flicken dabei) etwas verlegen sagen die zwei, dass sie zwar Ersatzschläuche dabei haben, aber beide ein Loch haben!!! Bei einem wissen sie sogar, wo das Loch ist, und so können ihn die drei gemeinsam flicken. Dabei entsteht ein Gespräch, über das wohin und woher, warum und weshalb. Das wiederum führt dazu, dass die zwei uns nun unbedingt zur Jugendherberge begleiten wollen. Tja, gut, ich habe aber nicht Euer Tempo, wage ich noch einzuwenden, jaja, wir passen uns schon an und schon geht’s los. Pedro übernimmt die Führung, Martin hintennach, dann ich und Manuel zuhinterst. Das Tempo ist schon ziemlich rassig, aber ich habe einen Motor bekommen, Manuel schiebt jedes Mal, wenn‘s ein bisschen hinaufgeht, und so kann ich doch ziemlich mithalten. Und natürlich auf der Strssse, nichts da von camino am Strand entlang! In Rekordtempo erreichen wir Almería und nach einer Zusatzschleife auch die Jugendherberge. Manuel begleitet uns sogar hinein, um sich zu vergewissern, dass wir auch ein Zimmer erhalten, erst dann verabschieden sie sich und fahren weiter. Wir haben eine Telefonnummer und eine Einladung in sein Haus erhalten, für später, wenn wir wieder weiterfahren werden.

Wir gehen essen, Bustickets für Granada kaufen, packen unser Gepäck um, damit wir das Notwendige in der grossen Tasche mitnehmen können, gegen 18 Uhr treffen wir Manuel,(den anderen), um die Velos zu parkieren. Er hat dieses Wochenende Gäste und kann uns nicht bei sich aufnehmen, aber die Fahrräder hütet er gerne, er lädt uns noch zu einem Kaffee ein, da er mehr von uns wissen möchte. Er hat zwar auch schon einige Touren gemacht, aber das Thema ist immer faszinierend, man lernt immer wieder Neues kennen.
Beruhigt, dass die Velos gut versorgt sind, machen wir uns am Sonntag auf den Weg nach Granada, die Busfahrt ist wahnsinnig schön und ich geniesse das Fahren, ohne Anstrengung. Ich halte zwar schon Ausschau nach den kleinen Strässchen, die wir fahren könnten, aber die Steigungen der Autobahn zeigen mir doch an, wie hoch wir jetzt schon sind. Die Sierra Nevada taucht auf, Schnee! Verrückt eigentlich, wie nah Meer und Schnee hier sind!DSC_1826 IVDSC_1831 IVDSC_1830 IV

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