genau 1 Monat unterwegs!

Wir siDSC_0570 IVnd in Dänemark! 
Schon die erste Nacht haben wir auf einem Bauernhof (Öko!) gezeltet: „Overnatning ud i naturen.“ Das war ein Erlebnis der besonderen Art. Schon die Ankunft beim Haus, nach einem Kilometer über einen Feldweg, total abgelegen, und dann keine Klingel, also klopfen wir an der Türe rufen laut : Hello! Und dann sehen wir die Türe aufgehen und eine blonde Frau lacht uns an! Nach unserer Erklärung, was wir möchten, lacht sie: „Oh we closed it, but no problem you can stay!“
Sie zieht die Gummistiefel an und zeigt uns dann, wo wir das Zelt aufstellen können, wo Wasser und Toilette sind. Auf unsere Frage, wieviel das kostet, sagt sie etwas zögernd: 20, each? (1Fr. sind 6,8 Kronen) Oh ja gerne! Vielleicht würden wir über dem See noch den Adler sehen, er jagt da Fische und Vögel.

Aber wir sind jetzt zuerst am Aufstellen des Zeltes interessiert, es sieht wieder ganz nach Regen aus, und der Wind ist auch nicht sehr freundlich mit uns, seit Tagen begleitet sein Rauschen und Toben unsere Reise, meistens von Vorne oder der Seite, ganz selten mal für ein paar hundert Meter von Hinten. Und in der Nacht rüttelt und schüttelt er unser kleines Zelt durch, so dass ich immer wieder erwache vor Schreck .

Unter einem BaumDSC_0581 IV, hinter einem Gebüsch, den Wind im Rücken, kochen wir unser Znacht, heute ein Schlemmermenu: Hamburger, Bratkartoffeln und Broccoli! Wir verputzen Unmengen, fast immer denken wir, dass wir zuviel kochen, aber es geht alles locker weg.
Noch während dem Essen, kommt der Regen, zuerst nur Tröpfchenweise, aber dann immer mehr, bis wir schnell noch abwaschen gehen, Zähne putzen und ab ins Zelt, Es ist 19.30 Uhr. Was tun, wenn man so früh schon liegen „muss“? Wir schwatzen, hören Musik oder überlegen, wie wir es uns noch gemütlicher einrichten könnten, z.B. um einen Film auf dem Laptop anzuschauen. Wir haben noch keine passende Lösung gefunden. Sitzen ohne Rückenlehne ist für eine Filmlänge definitiv zu unbequem. Ein anderes ergiebiges Thema ist unsere Weiterreise, wenn wir dann mal in Kopenhagen angekommen sind, auch da sind noch diverse Varianten offen. Wir sind meistens auch genug müde, um schnell zu schlafen, auch hier die Erkenntnis: ich kann ja sogar von 21 bis 8.00 Uhr morgens schlafen, und das mehrere Nächte hintereinander!

Wir fahren jetzt sDSC_0569 iVo durchschnittlich 50 km pro Tag, gemütlich, meistens mit Einkaufen und irgendwo einem Picknick an einem schönen (sprich windstillen) Ort.
Und gerade bei einem solchen Picknick auf dem Weg an einem Kanal entlang, (noch in Deutschland), passiert uns das: wir sitzen auf unseren grossen Taschen, essen Käse und Brot, Tomaten und Gurken, ab und zu kommt ein „gewöhnlicher“ Radfahrer vorbei, (Tourenfahrer gibt’s eigentlich keine mehr in dieser Jahreszeit), wir grüssen, manchmal wird auch gegrüsst, und da, plötzlich hält eine Frau ganz überraschend an, drückt mir einen Apfel in die Hand mit den Worten: eine Nachspeise aus meinem Garten, sie soll euch schmecken! Und schon ist sie wieder aufgestiegen und davongefahren. Wir sind ganz perplex, so unerwartet kam das. Unser Fazit: Man muss gar nicht so weit weg fahren, um solche Freundlichkeiten zu erleben!

2 Comments on “genau 1 Monat unterwegs!

  1. Hallihallo dir Zwöi!!
    Ja also das hat mich ja jetzt grad sehr gefreut mit euch zu reden und die neusten News auszutauschen…aber was soll ich denn jetzt noch erzählen??
    Also ich glaub, ich schreibe dann nach den Ferien einen Bericht wies war….
    Viel Spass und Erfolg bei der weiteren Planung und beim Treibenlassen…
    …bin gespannt wie ihr wo landet…
    tschüühhüüss und hasta la proxima!!

  2. Es macht Spass euch aus der Ferne zu begleiten. Wow, ihr seid schon richtig weit gekommen! Der Wind ist sicher sehr anstrengend,, aber wie ich euch kenne, habt ihr genug Humor um auch das ganz nebenbei mit in die Pedale zu nehmen. Die Begegnungen, die ihr beschreibt, sind sehr berührend….. Ist es schon sehr kalt im Norden oder ist es auszuhalten? Freue mich und bin gespannt wo das Leben euch als nächstes hinfährt:-)
    Bis bald und herzliche Umarmung, Marianne

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